Aus unsere Medienwerkstatt

Zeitzeugen und Reportagen

75 Jahre nach dem Ende des 2. Weltkriegs

"Schön braun agstricha"

Am 20. April 1945 war der Krieg im Weissacher Tal zu Ende. Amerikanische Truppen rückten von Sechselberg kommend ins Täle vor und vertrieben die Wehrmacht. Die allermeisten Tälesbewohner empfanden diesen Tag als Befreiung.

Für den Heimatverein Weissacher Tal war dies Anlass genug, den Kriegsalltag an der Heimatfront und das Leben im Nationalsozialismus in der Heimatregion wieder lebendig werden zu lassen.

Wir haben in enger Zusammenarbeit mit der PH Ludwigsburg mit vielen Zeitzeugen gesprochen und deren Erinnerungen in einem Filmdokument zusammengestellt. Der Film trägt den bezeichnenden Titel „Schön braun agtricha". So hat einer der Interviewpartner seine Gedankenwelt am Ende der Nazi-Zeit beschreiben.

Wendrsonn dreht ihren Weihnachtsclip im Bauernhausmuseum

"Draußa em Wald, da hats …"

Die schwäbische Folk-Rock-Gruppe ‚Wendrsonn‘ hat als Ambiente für ihren weihnachtlichen Videoclip die Wohnstube des Bauernhausmuseums ausgeguckt. Bandleader Markus Stricker – selbst Mitglied im Heimatverein - hat ein ganz besondere Beziehung zu dem alten Bauernhaus. Die Vorfahren seiner Ehefrau Manuela haben im Haus an der Brüdener Strasse in Unterweissach gewohnt. Sie ist die Urenkelin von Wilhelm Grübele und die Großnichte von Tante Frieda.

Das Filmchen ist ein Gruß an alle Fans, die in Corona-Zeiten auf die Konzerterlebnisse verzichten müssen. Wendrsonn hat dafür das alte Volkslied „Draußa em Wald, da hats a kloins Schneele gschneit …“ ausgewählt und es auf eine ganz besondere Weise interpretiert.

Der Heimatverein Weissacher Tal wünscht mit diesem originalen ‚Schwaben-Blues‘ frohe Weihnachten und hofft im nächsten Jahr auf viele coronafreie Begegnungen.

Information: Der Clip ist noch vor dem Corona-Lockdown gedreht worden.

Weitere Videos

"Zum Sterben in den Priesterwald"
Film­dokument zur Familien­chronik der Grübeles

"Zum Sterben in den Priesterwald"

Ein fiktives Gespräch über die Kriegs­erleb­nisse des Wilhelm Grübele

Wilhelm Grübeles Urenkelin Manuela Stricker hat den Brief­verkehr zwischen dem Weltkriegs­soldaten Grübele und seiner Familie aufbewahrt. Ihr Ehemann Markus Stricker schlüpft in seine Rolle und schildert auf der Grundlage der ‚Kriegsbriefe‘ in einem fiktiven Gespräch mit einem Vorgesetzten (Manuel Wöller) die Erlebnisse. Die Grübeles waren die letzten Bewohner des Bauern­haus­mueums in der Brüdener Strasse.

"Einquartierung"
So hätte es gewesen sein können

"Einquartierung"

Soldaten ziehen ein ins Bauern­haus­museum Weissacher Tal

In der Küche des Bauern­haus­museums wird auf dem histor­ischen Herd nach altem Rezept Bohnen­suppe gekocht und Eichel­kaffee geröstet, in der Wohnstube werden Uniformen geflickt und die Ausrüstung repariert, in der Scheune schlafen Soldaten auf Stroh vom Pretzelhof und vor dem Haus wird exerziert. Soldaten des württembergischen Reserve­regiments 120 sind in das Bauern­haus in der Brüdener Strasse eingezogen. So hätte es gewesen sein können. Damals vor 100 Jahren.